von Mathias Leinemann

Auf dreißig Jahre Frauenfrühstück der evangelischen Kirchengemeinde Fluorn dürfen Organisatorin Ulrike Gubler zusammen mit Gründerin Gundi Kaufmann zurückblicken: Bei diesem Frauenfrühstück, das musikalisch durch den Kinderchor  „Popkörnchen“ unter der Leitung von Lisa Litterst und durch Klavier und Flötenspiel umrahmt wurde, erinnerte Kaufmann an zahlreiche Referenten und verschiedenste Themen wie Glück, Achtsamkeit und Stressbewältigung, die seit April 1996 durchgenommen wurden – auch das obligatorische Gläschen Sekt durfte nicht fehlen, bevor die Referentin Désirée Holzäpfel nach dem reichhaltigen Frühstück zum  Thema „Hoffnung haben – in einer Zeit wie dieser“ sprach. Zunächst beleuchtete sie ihre christlich-missionarische Organisation „Coworkers“ in Stuttgart, die mit rund sechshundert Projekten in ungefähr hundert Ländern aktiv ist – ob nun im Bereich der Informationstechnologie, der Medizin oder der Sozialen Arbeit. Auch Jugendliche verbrächten mit dieser Organisation oft ein Jahr im Ausland.

Schwierig sei es, so Holzäpfel, in diesen Zeiten der Unruhen im Nahen Osten, der Ukraine, dem Sudan oder im Jemen Hoffnung zu haben; etliche Menschen – ob Jung oder Alt – würden sorgenvoll in die Zukunft blicken. Auch die Kirche rücke durch Missbrauchsfälle in den Fokus der Öffentlichkeit; es gebe zudem persönliche Konflikte wie Krankheit, einen Familienstreit oder Einsamkeit. Doch gebe es eine Hoffnung: Im biblischen Buch Ester, auf das die Referentin des gut besuchten Frauenfrühstücks explizit einging, erfuhr das jüdische Volk Rettung durch Ester. Gott handele – aber eben manchmal im Verborgenen. Hoffnung könne man nicht in sich selbst, sondern durch die Errettung Jesu erfahren. Auch mit Dietrich Bonhoeffer, der sich gegen Hitler stellte, beschäftige sich Referentin Holzäpfel. In Sachen Hoffnung dürfe man auch selbst aktiv werden, so wie die biblische Ester sich von Gott gebrauchen ließ. Man sei auch in schwierigen Zeiten nicht ohne Auftrag, ließ Holzäpfel wissen – sei es ein ermutigendes Telefongespräch oder einfach ein Gebet. Inhaltlich beendete Désirée Holzäpfel ihren Vortrag mit der Geschichte einer Afrikanerin aus Somalia, die sich Gott zuwandte und in Äthiopien eine neue Heimat fand. Christine Neumann sprach Worte des Dankes an alle beim Frühstück involvierten Personen aus; das Frühstück endete mit einem gemeinsam gesungenen Lied.